Dubai – eine Stadt voller Gegensätze.

Dubai Flagge
Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate.

Wenn ich Dubai in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre ich im ersten Moment wahrscheinlich überfordert. Ich denke es würde irgendetwas zwischen verrückt, übertrieben und größenwahnsinnig werden. Eine überdimensionale Shopping Mall, in der es eine Skihalle mit fünf unterschiedlichen Abfahrten, Sesselliften und lebenden Pinguinen gibt – mitten in der Wüste? Künstliche Inselgruppen, die Palmen und die Weltkarte darstellen? Eine Aussichtsplattform in Form eines prunkvollen Bilderrahmens, 150 Meter hoch, 93 Meter breit? Einfach so. Als hätte die Stadt nicht schon genug Aussichtsplattformen und Wolkenkratzer zu bieten.

In Dubai ist das alles kein Problem. Es ist auch nicht schwer Dinge zu finden, die den Standard übertreffen. Wörter wie das höchste, schnellste, längste, einzige oder erste der Welt trifft man hier an jeder Ecke. Die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate hat also ordentlich was zu bieten.

Moschee und Wolkenkratzer Dubai Marina

Hochhäuser Dubai
Das moderne Dubai. Hochhäuser und Shopping Malls wohin das Auge blickt.

Mall of the Emirates Dubai

In Dubai ziehen sich Gegensätze an. Ich kenne keine Stadt, die so unterschiedlich ist. Die sowohl architektonisch, als auch kulturell so weit auseinander geht. Läuft man durch die Straßen Dubais, dann findet man traditionelle arabische Moscheen, inmitten einer überwältigenden Skyline, in der ein hochmoderner Wolkenkratzer den anderen überbietet. Überall in der Stadt gibt es Lautsprecher, durch die der Mueezin fünfmal am Tag zum Gebet ruft. Emiratis in typischer Nationaltracht, die auf Menschen in westlicher Kleidung treffen. Keiner wird schräg angeschaut, wobei der ein oder andere Tourist in kurzem Rock und tiefem Ausschnitt es sicher verdient hätte. Unzählige riesige Shopping Malls, bei denen man einfach nur noch den Kopf schüttelt, und alte Gewürz- und Goldmärkte, die sogenannten Souks, die einen zurück in die Vergangenheit katapultieren. Das alles passt im ersten Moment nicht wirklich zusammen, aber man gewöhnt sich dran. Dubai ist die am schnellsten wachsende Stadt weltweit. Kein Wunder. In den letzten 10 Jahren sind hier über 300 Wolkenkratzer aus dem Boden geschossen, wo einst nur Wüste zusehen war, wurden ganze Stadtteile errichtet, mit Yachthäfen, Kanälen und Seen. Verrückt!

Eingang Souk Dubai

Gewürz Souk Dubai
Traditioneller Gewürz Souk in Deira, einem der ältesten Stadtteile Dubais.
Hafen Dubai Creek
Hafenarbeiter am Dubai Creek.

Und dennoch muss ich sagen, dass ich in den letzten vier Tagen kaum einen Ort gefunden habe, der mir wirklich gut gefällt. Dubai ist imposant, beeindruckend, groß. Aber meiner Meinung nach nicht schön. Sicher, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Vielleicht liegt es daran, dass ich auf meinen Reisen eher die weniger touristischen Orte bevorzuge und ich einen solchen hier noch nicht gefunden habe. Daran, dass hier an wirklich jeder Ecke gebaut wird und Kräne, Bauzäune und abgesperrte Bereiche die Sicht auf das schöne Dubai versperren. Vielleicht ist das aber auch einfach ein Anzeichen des typischen Kulturschocks, den ich so nicht erwartet habe. Keine Ahnung. Zum Glück bleiben mir noch weitere vier Tage und spannende Ziele, um dies herauszufinden.

Morgen früh geht’s – wie soll es auch anders sein – auf das höchste Gebäude der Welt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑