Hallo September. Hallo neues Ich.

“Manchmal warten wir mit Dingen so lange, als hätten wir noch ein zweites Leben im Koffer.”

Wahre Worte. Worte, die mir seit Tagen einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen und die mich in einer Entscheidung bestärken, die über Wochen und vielleicht auch Monate gereift ist. Und die ich mir wirklich nicht einfach gemacht habe.

Man sagt ja, dass Langzeitreisen dafür bekannt sind, einen Menschen zu verändern. Sicht- und Denkweisen zu hinterfragen. Prioritäten zu verschieben. Dafür zu sorgen, dass man sich und sein Leben einmal komplett auf den Kopf stellt und manchmal auch umstrukturiert. Neu ordnet. Meine große Reise nach Chile startete heute vor genau sieben Monaten. Und zurück in Deutschland merke ich nun, dass mir das, was ich gerade beschrieben habe, auch passiert ist. Ein bisschen zumindest.

Auf meinem dreimonatigen Abenteuer und auch danach habe ich mich immer wieder gefragt, was ich eigentlich möchte. Was mir gut tut, und was nicht. Was ich aus Gewohnheit mache und was davon mir eigentlich keinen Spaß bringt. Was ich brauche, um mehr auf mich und mein Körper hören zu können. Wo ich zu viel Gas gebe und eigentlich einen Gang runter schalten müsste. Am Ende dieser Fragen stand oft die Tatsache, dass ich nicht genügend Zeit habe für die Dinge, die mich so richtig glücklich machen und gleichzeitig auch zu wenig konsequent mit Themen bin, die viel zu oft hinten runter fallen. Dass die Wochen und Wochenenden immer so vollgepackt sind und an mir vorbei rauschen, dass ich das Gefühl habe, meine freie Zeit gar nicht richtig genießen zu können und die To-Dos eher abarbeite. Und genau deshalb habe ich die Entscheidung getroffen im Job kürzer zu treten. Verantwortungen abzugeben und mir einen zusätzlichen freien Tag in der Woche zu gönnen, um nicht weiterhin alles auf die lange Bank zu schieben und darauf zu warten, dass ich irgendwann mal mehr Zeit dafür habe. Was sich zuerst lange als ein “Teilzeit mit 28 – das macht man einfach nicht.” angefühlt hat, klingt jetzt so:

Yeah, seit dieser Woche arbeite ich also weniger – vier Tage pro Woche. Und der Mittwoch ist für mich. Für meine vielen Ideen, meine eigenen Projekte. Für fräulein_weitweitweg, den Blog und meinen Onlineshop. Für tolle Geschichten, über meine Reisen, besondere Momente und Träume. Für Handlettering, mein neues Bullet Journal, für mehr Betonieren, mehr kreativ sein. Aber auch für all die Dinge, die so wichtig sind und zu wenig Platz in meinem Kalender haben. Mehr Zeit für meine tägliche Inhalationstherapie, gesündere Ernährung und die Suche nach einem Sport, der mir Spaß macht. Mehr Zeit für das alles. Mehr Zeit für mich.

Und deshalb heißt dieser Blogpost: Hallo September. Hallo neues Ich.

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