Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Vor jeder Reise – egal ob ein Wochenendtrip oder ein langer Sommerurlaub, egal ob an den Strand oder ins Kalte –  wartet auf mich bereits vor der Abreise eine große Herausforderung: das Kofferpacken. Obwohl ich mir jedes Mal vornehme, frühzeitig damit anzufangen und nicht zu viel einzupacken, endet das Ganze meist in einem hektischen “Das nehm ich noch mit. Ach, und das brauche ich auf jeden Fall. Ok, das auch noch, aber dann ist Schluss.”

Wenn eine Reise bevor steht und ich ans Koffer packen denke, dann freue ich mich darauf. Ich würde am liebsten schon Wochen vorher den Koffer aus dem Keller holen und loslegen. Das ist ja auch verständlich. Immerhin wartet man unter Umständen Monate auf die Abreise, kann es kaum erwarten, all das was man im Vorfeld gehört und gelesen hat, endlich live und in Farbe zu erleben. Allerdings kommt es dazu nie. Ich verfalle regelmäßig am Abend vorher in Panik und habe immer das Gefühl, etwas vergessen zu haben, obwohl der Koffer kurz vorm Platzen ist.

Für Island war dieses Thema noch viel schwieriger als sonst. Denn was packt man für eine Reise in ein Land, in dem man in zwei Wochen sämtliche Wetterszenarien erleben kann? Zugegeben sind wir, mein Freund und ich, keine Outdoor Profis. Wir waren mit dem Wohnmobil in Schweden unterwegs als es kalt war. Und wir waren auch schon im Winter langlaufen. Wir gehen auch mal im Winter joggen. Aber für Island wollten wir besser vorbereitet sein.

Zwei Dinge sind mir von unseren Recherchen im Kopf geblieben. Der bekannte Zwiebellook und Wolle auf der Haut. Kein Polyester, keine Baumwolle. So weit, so gut. Allzu viel passendes hat mein Kleiderschrank allerdings nicht her gegeben. Also sind wir losgezogen und haben uns mit Softshell-Jacken, Windjacken, Regenhosen und einigen Ober- und Unterteilen aus Merinowolle eingedeckt. Ob das reicht sehen wir schon ganz bald.

Als wäre die Kleiderfrage nicht schon schwierig genug gewesen, stand ich dieses Mal zusätzlich vor einer weiteren Herausforderung. Da wir eine Rundreise geplant haben und oft die Unterkunft wechseln, sollte für Island der neue Wanderrucksack eingeweiht werden. Und dieser ist mit seinen 60+5 Litern deutlich kleiner als der Koffer, den ich sonst immer für meine Reisen nutze. Ich habe im Vorfeld ein YouTube Video gesehen, über den Reiserucksack einer Island-Urlauberin und musste schmunzeln. 8 kg Handgepäck für 2 Wochen Island. Ok, das ist mehr als unrealistisch. Das schaffe ich niemals. Muss ich auch nicht, denn ich habe ja 20 kg, die ich nutzen kann.

Den Trick der eingerollten Kleidung habe ich schon oft angewandt, das klappt wirklich gut. Zusätzlich habe ich mir Kleidertaschen zugelegt, die super praktisch sind und dafür sorgen, dass der Inhalt im Rucksack immer schön geordnet bleibt. Beim Einräumen des Rucksacks ist wichtig, dass die schweren Sachen möglichst nah am Körper getragen werden. Weiche Sachen sollten nach unten. Dann bleibt nur noch, jede freie Lücke zu nutzen, nichts zu vergessen und den Urlaub mit einem erleichterten “Geschafft.” einzuleuten.

Geschafft.
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