Kribbeln im Bauch.

Seit meiner Rückkehr aus Chile ist es hier auf meinem Blog sehr ruhig geworden und das obwohl es eigentlich so viel zu schreiben gäbe. Zum einen mag das wohl daran gelegen haben, dass ich nach der großen langen Reise durch Chile erstaunlich lange gebraucht habe, um wieder in meinen gewohnten Alltag zu finden. Anzukommen. Und nach einem geregelten Rhythmus zu leben.

Aber der Hauptgrund für den vollen Terminkalender und den fehlenden Kopf für anderes war in den letzten Wochen definitiv unsere bevorstehende Hochzeit. Als ich den ersten und bisher einzigen Blogbeitrag zu diesem Thema geschrieben habe, war es Dezember und wir frisch verlobt. Und nun sind es noch genau 2 Tage bis zum Ja-Wort. Verrückt. Einfach nur verrückt.

Aufgrund meiner dreimonatigen Reise und dem großen organisatorischen Aufwand, den so eine Hochzeit mit sich bringt, war für uns von Anfang an klar, dass wir in diesem Jahr nur standesamtlich in einem kleinen Rahmen heiraten möchten. Und wenn ich klein schreibe, dann meine ich das tatsächlich auch so. Denn in dem hübschen Leuchtturm mit dem Namen “Kleiner Preuße” weit weg von Mannheim werden nur wir sein. Die Standesbeamtin. Und eine Fotografin, die uns an diesem Tag begleitet und die schönsten Momente für uns und unsere Liebsten zuhause festhält. Erst im nächsten Jahr wird es eine Feier geben. Mit freier Trauung und Familie und Freunden um uns herum. Mit Seifenblasen in der Luft und Konfetti im Haar. Und allem, was uns glücklich macht. Wir feiern uns also einfach zweimal. Einmal ganz intim und ein Jahr später dann mit viel viel Trubel.

Wenn ich daran denke, dass es am Dienstag schon soweit ist, dann kribbelt es im Bauch. Das Herz springt in die Lüfte. Und manchmal überwältigt mich das alles und es machen sich ein paar Freudentränchen auf den Weg. Ja, ich bin ein emotionaler Mensch und kann Gefühle, die mich aus dem nichts überkommen, nur schwer verstecken. Das kann ich nicht. Nicht bei Hochzeiten von Freunden. Und schon garnicht bei meiner eigenen. Denn obwohl ich die letzten Wochen und Monate viel Zeit hatte, um mich an diesen Gedanken zu gewöhnen, kommt er mir trotzdem so unwirklich vor. Als wäre das alles hier nur ein Traum. Vielleicht auch, weil ich nie dachte, dass dieser Moment irgendwann mal eintreffen würde. Oder zumindest nicht so schnell. Denn Stefan wollte ursprünglich nie heiraten. Also wirklich so gar nicht.

Und jetzt sitzen wir im Auto und fahren in Richtung Nordseeküste… warum es uns zum heiraten genau dort hin verschlägt, wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

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