Der Weg zur Lagune des Cerro Castillo.

Ich bin unglaublich müde und mir tut einfach alles weh, was weh tun kann. Ich möchte keinen Schritt mehr laufen und werde morgen den Muskelkater meines Lebens haben. Aber ich hab sie geschafft, die Tageswanderung zur Lagune des Bergs Cerro Castillo. Sieben steile Kilometer rauf und sieben wieder runter. Schwierigkeitsgrad mittel bis schwer. 1061 Höhenmeter. In sechseinhalb Stunden. Geiler Scheiß, ich kann es selbst kaum glauben.

Laguna Cerro Castillo Daytrek1

Irgendwie sind diese zehn Tage in Patagonien sportlicher als gedacht. Und ich nehme Herausforderungen an, die mich selbst staunen lassen. Aber so ist so eine Soloreise ans andere Ende der Welt irgendwie. Man wächst mit jedem Tag, jedenfalls innerlich.

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37 Stunden später.

Ich bin angekommen. Körperlich zumindest. Gefühlt ist mein Kopf noch auf dem Weg. Vielleicht in einem der vier Flieger liegen geblieben, die mich hierher gebracht haben. Ich bin erschöpft, aber mir geht es gut.

Abschiede. Ich hasse sie. Am Flughafen in Frankfurt habe ich am Sonntag Morgen keine Zeit darüber nachzudenken. Ab durch die Sicherheitskontrolle, wie immer mit einem komischen Gefühl. Der Mann vor mir hat Flüssigkeiten dabei. Über 100ml. Und dann ist der Sprengstofftest auch noch positiv. Okay. Ich befürchte, dass sie mich auch zur Seite nehmen. Spritzen sind ja spitze Gegenstände, auch wenn ich sie aus medizinischen Gründen dabei habe. Laptop, Kamera, Inhalationsgerät, Medikamente und sonstige Flüssigkeiten aus dem Rucksack. Und ab durch die Kontrolle. Keiner sagt was, ich gehe schnell weiter. Die Mitarbeiter sind wohl mit dem Mann vor mir beschäftigt. Letzter Blick zu meinen Liebsten und dann drehe ich mich um. Weiterlesen “37 Stunden später.”

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