Ein Tag voller Glücksmomente.

Wenn es in den letzten vier Jahren einen Tag gab, der ein kleines bisschen perfekter war als alle anderen. Einen Tag, der emotionaler und gefühlvoller und gleichzeitig noch Stefan-und-Sarina-typischer war als alle anderen, dann war es dieser. Dieser eine Tag. Der 31. Juli 2018.

Während mein frischgebackener Ehemann – es klingt noch ganz ungewohnt und so furchtbar erwachsen – schläft, sitze ich hier auf unserer wunderschönen Dachterrasse mit Blick auf die Elbmündung und einen sternenklaren Nachthimmel. Gedanklich lasse ich die letzten 15 Stunden Revue passieren und stolpere von einem Glücksmoment zum nächsten. Von lautem Lachen zu nicht aufzuhaltenden Tränen. Von großem Herzklopfen zu tiefer Entspannung. Von den schwitzigen 32 Grad im kleinen Leuchtturm zur stürmischen Schlechtwetterfront, die uns zu einer Pause in dem Strand Café zwingt, in dem wir vor über vier Jahren schon einmal saßen. Ich denke an die Standesbeamtin und an die locker-lustige Trauung, die nicht besser zu uns hätte passen können. An die Mighty Oaks, die uns beim Shooting im Wald und auch später am Abend, als wir zum Sonnenuntergang über die Dächer Cuxhavens tänzeln, begleiten. An wunderschöne Heidelandschaften und all die anderen Orte, die wir an diesem Tag besucht haben. An eine Fotografin, die es in nullkommanix schafft, meinen kamerascheuen Mann zu begeistern. Und mich natürlich auch.

Ja, dieser Tag war ein ganz besonderer.

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Kribbeln im Bauch.

Seit meiner Rückkehr aus Chile ist es hier auf meinem Blog sehr ruhig geworden und das obwohl es eigentlich so viel zu schreiben gäbe. Zum einen mag das wohl daran gelegen haben, dass ich nach der großen langen Reise durch Chile erstaunlich lange gebraucht habe, um wieder in meinen gewohnten Alltag zu finden. Anzukommen. Und nach einem geregelten Rhythmus zu leben.

Aber der Hauptgrund für den vollen Terminkalender und den fehlenden Kopf für anderes war in den letzten Wochen definitiv unsere bevorstehende Hochzeit. Als ich den ersten und bisher einzigen Blogbeitrag zu diesem Thema geschrieben habe, war es Dezember und wir frisch verlobt. Und nun sind es noch genau 2 Tage bis zum Ja-Wort. Verrückt. Einfach nur verrückt.

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37 Stunden später.

Ich bin angekommen. Körperlich zumindest. Gefühlt ist mein Kopf noch auf dem Weg. Vielleicht in einem der vier Flieger liegen geblieben, die mich hierher gebracht haben. Ich bin erschöpft, aber mir geht es gut.

Abschiede. Ich hasse sie. Am Flughafen in Frankfurt habe ich am Sonntag Morgen keine Zeit darüber nachzudenken. Ab durch die Sicherheitskontrolle, wie immer mit einem komischen Gefühl. Der Mann vor mir hat Flüssigkeiten dabei. Über 100ml. Und dann ist der Sprengstofftest auch noch positiv. Okay. Ich befürchte, dass sie mich auch zur Seite nehmen. Spritzen sind ja spitze Gegenstände, auch wenn ich sie aus medizinischen Gründen dabei habe. Laptop, Kamera, Inhalationsgerät, Medikamente und sonstige Flüssigkeiten aus dem Rucksack. Und ab durch die Kontrolle. Keiner sagt was, ich gehe schnell weiter. Die Mitarbeiter sind wohl mit dem Mann vor mir beschäftigt. Letzter Blick zu meinen Liebsten und dann drehe ich mich um. Weiterlesen “37 Stunden später.”

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