Unterwegs auf dem Salar de Uyuni.

Da stehe ich also. Auf dem größten ausgetrockneten Salzsee der Erde. Mitten im bolivianischen Altiplano auf knapp 3700 Metern über dem Meeresspiegel. So lange hatte ich darauf gewartet, so viele unzählige Bilder gesehen. Und bin trotzdem total fasziniert von dieser weißen Pracht, die so weitläufig ist, dass sie – egal wo ich hinschaue – am Horizont auf den strahlendblauen Himmel trifft.

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Der Weg zur Lagune des Cerro Castillo.

Ich bin unglaublich müde und mir tut einfach alles weh, was weh tun kann. Ich möchte keinen Schritt mehr laufen und werde morgen den Muskelkater meines Lebens haben. Aber ich hab sie geschafft, die Tageswanderung zur Lagune des Bergs Cerro Castillo. Sieben steile Kilometer rauf und sieben wieder runter. Schwierigkeitsgrad mittel bis schwer. 1061 Höhenmeter. In sechseinhalb Stunden. Geiler Scheiß, ich kann es selbst kaum glauben.

Laguna Cerro Castillo Daytrek1

Irgendwie sind diese zehn Tage in Patagonien sportlicher als gedacht. Und ich nehme Herausforderungen an, die mich selbst staunen lassen. Aber so ist so eine Soloreise ans andere Ende der Welt irgendwie. Man wächst mit jedem Tag, jedenfalls innerlich.

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Zu Fuß auf der Carretera Austral.

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Ich bin gerade zu Fuß unterwegs. Mit Sack und Pack auf der berühmten Carretera Austral, der 1350 km langen Fernstraße, die den Süden Chiles durchquert. Nachdem ich heute morgen die Fähre über den Lago General Carrera genommen habe, um mich langsam aber sicher wieder Richtung Coyhaique, dem Startpunkt meiner 10-tägigen Reise, zu machen.  Auf diesem Weg gibt es aber noch einen spontanen Stopp: den Berg Cerro Castillo.

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Chiloé, du Schönheit.

Nachdem ich die ersten Tage nach meiner Ankunft etwas kopflos war, habe ich nun auch noch mein Herz verloren. Auf einer Insel im wunderschönen Norden Patagoniens.

Chiloé Ancud Straßen1

Während meiner Reisevorbereitung bin ich immer wieder über die zweitgrößte Insel Chiles gestolpert. Blogs, Reiseführer und Instagram sorgten dafür, dass mich Chiloé mit der unberührten Natur und den süßen Holzhäuschen immer wieder aufs neue verzaubert hat. Eigentlich war schnell klar, dass dies mein erster Stopp hier in Chile sein soll. Nur mit der Planung hat es lange gedauert. So ist das einfach, wenn man sich entscheiden muss. Chile hat unheimlich viel zu bieten und auch wenn ich drei Monate hier im Land bin, werde ich nicht alles sehen können, was auf meiner To-Do Liste steht. Umso schwieriger ist es dann, sich festzulegen. Sich für ein Ziel zu entscheiden und dafür drei andere zu streichen. Man hat immer das Gefühl, man könnte etwas verpassen, es könnte etwas noch besseres kommen. Blicke ich aber zurück auf die letzten drei Tage, dann bin ich davon überzeugt, alles richtig gemacht zu haben.

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37 Stunden später.

Ich bin angekommen. Körperlich zumindest. Gefühlt ist mein Kopf noch auf dem Weg. Vielleicht in einem der vier Flieger liegen geblieben, die mich hierher gebracht haben. Ich bin erschöpft, aber mir geht es gut.

Abschiede. Ich hasse sie. Am Flughafen in Frankfurt habe ich am Sonntag Morgen keine Zeit darüber nachzudenken. Ab durch die Sicherheitskontrolle, wie immer mit einem komischen Gefühl. Der Mann vor mir hat Flüssigkeiten dabei. Über 100ml. Und dann ist der Sprengstofftest auch noch positiv. Okay. Ich befürchte, dass sie mich auch zur Seite nehmen. Spritzen sind ja spitze Gegenstände, auch wenn ich sie aus medizinischen Gründen dabei habe. Laptop, Kamera, Inhalationsgerät, Medikamente und sonstige Flüssigkeiten aus dem Rucksack. Und ab durch die Kontrolle. Keiner sagt was, ich gehe schnell weiter. Die Mitarbeiter sind wohl mit dem Mann vor mir beschäftigt. Letzter Blick zu meinen Liebsten und dann drehe ich mich um. Weiterlesen “37 Stunden später.”

Reisen. Und Gutes tun.

Ich weiß nicht genau, wie lange mich dieser Traum schon begleitet und ob ich überhaupt noch daran geglaubt habe, diesen irgendwann zu verwirklichen. Immer wieder geisterte dieser Gedanke in den letzten Jahren durch meinen Kopf. Aber nie hat es gepasst. Irgendwas kam immer dazwischen. Und jetzt sind es nur noch 112 Tage bis zu meinem Abflug.

3 Monate Auszeit vom Job nehmen. Einen Freiwilligendienst im sozialen Bereich machen. Und mit dem Rucksack quer durch Chile reisen. So ist der Plan.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Vor jeder Reise – egal ob ein Wochenendtrip oder ein langer Sommerurlaub, egal ob an den Strand oder ins Kalte –  wartet auf mich bereits vor der Abreise eine große Herausforderung: das Kofferpacken. Obwohl ich mir jedes Mal vornehme, frühzeitig damit anzufangen und nicht zu viel einzupacken, endet das Ganze meist in einem hektischen “Das nehm ich noch mit. Ach, und das brauche ich auf jeden Fall. Ok, das auch noch, aber dann ist Schluss.”

Wenn eine Reise bevor steht und ich ans Koffer packen denke, dann freue ich mich darauf. Ich würde am liebsten schon Wochen vorher den Koffer aus dem Keller holen und loslegen. Das ist ja auch verständlich. Immerhin wartet man unter Umständen Monate auf die Abreise, kann es kaum erwarten, all das was man im Vorfeld gehört und gelesen hat, endlich live und in Farbe zu erleben. Allerdings kommt es dazu nie. Ich verfalle regelmäßig am Abend vorher in Panik und habe immer das Gefühl, etwas vergessen zu haben, obwohl der Koffer kurz vorm Platzen ist.

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