Capillas de Mármol. Ein Traum wird wahr.

Vielleicht fragt sich der ein oder andere von euch, warum es mich ausgerechnet in diese Ecke Patagoniens verschlagen hat. Wohlwissend, dass es nicht einfach ist, hier von A nach B zu kommen. Mal abgesehen davon, dass ich immer wieder merke, dass es mich eher in die unberührte Natur als in überlaufene Großstädte zieht, gibt es hier in Puerto Río Tranquilo etwas, was ziemlich weit oben auf meiner Was-ich-mir-unbedingt-anschauen-muss-Liste stand: die Capillas de Mármol.

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Irgendwo im Nirgendwo.

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Ich würde es gerne anders ausdrücken, netter und weniger vulgär, aber ich finde keinen Ausdruck, der den Nagel besser auf den Kopf trifft. Während in Chile die Sommerferien enden und die Ludoteca für zwei Wochen geschlossen ist, um die Pläne für die nächsten Monate zu schreiben, mache ich Urlaub im schönen Patagonien. Am Arsch der Welt.

Das Fleckchen Erde, welches ich mir für meinen 10-tägigen Ausflug ausgesucht habe, zählt nicht zu den bekanntesten. Weder unter den Reisenden, noch unter den Chilenen. Die Region Aysén liegt im Süden Chiles, umfasst 108.494 km² und besteht aus zehn Gemeinden – ein Großteil davon mit Einwohnerzahlen im unteren vierstelligen Bereich. In diesem Teil des Landes findet man zahlreiche Inseln, Gletscher, Nationalparks und den größten See Chiles – den Lago General Carrera, der über die argentinische Grenze hinaus geht und dort lustigerweise einen anderen Namen trägt. Die kleinen Ortschaften werden über die durchaus bekannte Carretera Austral, eine weitestgehend unbefestigte Fernstraße, miteinander verbunden.

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Abaya und nackte Füße.

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Sheikh Zayed Moschee in Abu Dhabi.

Auf einem Hügel mitten in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, steht die wohl schönste Moschee, die ich je gesehen habe. Sie steht erhöht, damit sie von allen Seiten betrachtet werden kann. Diese Ehre hat sie völlig verdient. Ein riesiger Palast aus weißem Marmor und Blattgold, mit 82 Kuppeln die von über 1.000 Säulen getragen werden und floralen Ornamenten an Wänden und Böden. Ein Gebetshaus, welches Platz für bis zu 40.000 Gläubige bietet und umgeben von hübsch angelegten Gärten, Wasserbecken und Springbrunnen ist.

Die Sheikh Zayed Moschee ist eine der wenigen Moscheen der VAE, die für Nicht-Muslime zugänglich ist. Außerhalb der Gebetszeiten kann man sich hier als Besucher umschauen und sogar Fotos machen. Es ist kein Wunder, dass dieses hübsche Bauwerk zu den meistbesuchten Attraktionen der Stadt zählt.

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Wenn Wolkenkratzer wie Miniaturtürme aussehen.

Ganze 60 Sekunden braucht einer der schnellsten Aufzüge der Welt für den Weg in den 124. Stock zur Aussichtsplattform im Burj Khalifa. Hoch oben auf 452 Metern liegt mir Dubai zu Füßen und sieht aus, als wäre ich im Miniaturwunderland. Die Skyline, die vom Boden aus dafür sorgt, dass ich dauerhaft den Kopf in den Nacken legen muss, fällt hier kaum mehr auf.

Sechs Jahre hat der Bau des Burj Khalifas gedauert. 13.000 Bauarbeiter waren Tag und Nacht beschäftigt, eine Etage wurde in nur drei Tagen fertig. Bei klarer Sicht bekommt man einen 360° Rundumblick auf den Persischen Golf, die Stadt und ihre Großprojekte. Und es wird einem einmal mehr bewusst, wie verrückt das hier alles ist.

Burj Khalifa

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Dubai – eine Stadt voller Gegensätze.

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Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate.

Wenn ich Dubai in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre ich im ersten Moment wahrscheinlich überfordert. Ich denke es würde irgendetwas zwischen verrückt, übertrieben und größenwahnsinnig werden. Eine überdimensionale Shopping Mall, in der es eine Skihalle mit fünf unterschiedlichen Abfahrten, Sesselliften und lebenden Pinguinen gibt – mitten in der Wüste? Künstliche Inselgruppen, die Palmen und die Weltkarte darstellen? Eine Aussichtsplattform in Form eines prunkvollen Bilderrahmens, 150 Meter hoch, 93 Meter breit? Einfach so. Als hätte die Stadt nicht schon genug Aussichtsplattformen und Wolkenkratzer zu bieten.

In Dubai ist das alles kein Problem. Es ist auch nicht schwer Dinge zu finden, die den Standard übertreffen. Wörter wie das höchste, schnellste, längste, einzige oder erste der Welt trifft man hier an jeder Ecke. Die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate hat also ordentlich was zu bieten.

Moschee und Wolkenkratzer Dubai Marina

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Bunt, tänzelnd und wahnsinnig schön.

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Himmel über Kollafjörður. Fotoquelle: Special Tours Iceland

Polarlichter. Ein Phänomen, das ich bis heute nicht begreife. Nicht, dass ich nur nicht verstehen würde, wie sie zustande kommen. Oder warum. Nein, das ist es nicht. Es ist eher dieses Gefühl in den dunklen Nachthimmel zu schauen, und zwischen vielen strahlenden Sternen plötzlich wild tänzelnde Farbstreifen zu entdecken. Auch jetzt, wo ich dieses Spektakel selbst miterleben durfte, bleibt es für mich weiterhin einfach unbegreiflich.

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Heiße Quellen – oder Freiluftbaden auf Isländisch.

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Heiße Quelle im Südwesten Islands.

Die Isländer sind ein sehr entspanntes Völkchen. Während uns Regen, Wind und Schnee auf unserer Reise ständig begleitet haben, und dieses unvorhersehbare Wetter manchmal dafür gesorgt hat, dass sich meine Laune langsam aber sicher Richtung Keller verabschiedet, habe ich mich oft gefragt, wie das so ist als Isländer. Wie man das aushält, wenn die Sonne scheint und es von jetzt auf nachher einfach anfängt wie aus Eimern zu schütten. Oder Hauptverkehrsstraßen wegen Überflutung und Sturm tagelang geschlossen werden und es keine Straße gibt, die drum herum führt. In diesen Momenten habe ich mich umgesehen und war davon überzeugt, dass es an der unfassbar schönen Natur dieses Landes liegen muss. An den vielen beeindruckenden Wasserfällen, den mit Moos bewachsenen Lavafeldern, den unendlichen Weiten. Und den zahlreichen heißen Quellen, die im ganzen Land zum Entspannen einladen.

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Auf dem größten Gletscher Europas.

Bei jeder Reise gibt es Tage, Momente und Ereignisse auf die man besonders gern zurück blickt. Und obwohl Island das Potenzial hat, aus wirklich jedem Tag ein Lieblingstag zu machen, zählt der heutige Montag zu den spannendsten dieser Reise.

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Wir sind gerade im Südosten Islands unterwegs und hatten die letzten beide Tage aufgrund von Starkregen und Sturmwarnung das Pech, nicht viel unternehmen zu können. Dabei wollten wir hier einiges sehen. Ein Punkt auf unserer To-Do-Liste war der Nationalpark Skaftafell mit seinem berühmten Wasserfall Svartifoss und den zahlreichen Wanderwegen. Von hier aus wollte ich außerdem eine Gletscher-Tour machen, wir hatten allerdings zuhause schon beschlossen, diese spontan vor Ort zu buchen. Laut Wettervorhersage sollte also heute der einzige Tag ohne Regen sein. Klar, dass die geführten Touren an diesem Tag besonders begehrt waren, wir hatten also nur noch die Wahl zwischen keiner Tour und einer Kombitour: Gletscherwanderung mit Eisklettern.

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Zwischen Wasserfällen und Vulkanen, Seerobben und Walen.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, hier in Island unterwegs zu sein. Ich habe schon viele wunderbare Orte gesehen und tolle Momente erlebt. Und dennoch bin ich überwältigt von der unberührten Schönheit dieses Landes. Es gibt so viel zu entdecken, so viel zu erleben,dass man es kaum schafft, das Gesehene zu verarbeiten. Zumindest geht es mir so.

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