Der Weg zur Lagune des Cerro Castillo.

Ich bin unglaublich müde und mir tut einfach alles weh, was weh tun kann. Ich möchte keinen Schritt mehr laufen und werde morgen den Muskelkater meines Lebens haben. Aber ich hab sie geschafft, die Tageswanderung zur Lagune des Bergs Cerro Castillo. Sieben steile Kilometer rauf und sieben wieder runter. Schwierigkeitsgrad mittel bis schwer. 1061 Höhenmeter. In sechseinhalb Stunden. Geiler Scheiß, ich kann es selbst kaum glauben.

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Irgendwie sind diese zehn Tage in Patagonien sportlicher als gedacht. Und ich nehme Herausforderungen an, die mich selbst staunen lassen. Aber so ist so eine Soloreise ans andere Ende der Welt irgendwie. Man wächst mit jedem Tag, jedenfalls innerlich.

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Auf dem größten Gletscher Europas.

Bei jeder Reise gibt es Tage, Momente und Ereignisse auf die man besonders gern zurück blickt. Und obwohl Island das Potenzial hat, aus wirklich jedem Tag ein Lieblingstag zu machen, zählt der heutige Montag zu den spannendsten dieser Reise.

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Wir sind gerade im Südosten Islands unterwegs und hatten die letzten beide Tage aufgrund von Starkregen und Sturmwarnung das Pech, nicht viel unternehmen zu können. Dabei wollten wir hier einiges sehen. Ein Punkt auf unserer To-Do-Liste war der Nationalpark Skaftafell mit seinem berühmten Wasserfall Svartifoss und den zahlreichen Wanderwegen. Von hier aus wollte ich außerdem eine Gletscher-Tour machen, wir hatten allerdings zuhause schon beschlossen, diese spontan vor Ort zu buchen. Laut Wettervorhersage sollte also heute der einzige Tag ohne Regen sein. Klar, dass die geführten Touren an diesem Tag besonders begehrt waren, wir hatten also nur noch die Wahl zwischen keiner Tour und einer Kombitour: Gletscherwanderung mit Eisklettern.

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Mit dem Superjeep ins Hochland.

Neben der gut ausgebauten und größtenteils asphaltierten Straße 1 – besser bekannt als die Ringstraße – gibt es in Island viele kleinere, teilweise unbefestigte Straßen und solche, die für normale PKWs nicht zugelassen sind. Die sogenannten F-Straßen. Sie führen durch das unbewohnte Hochland und dürfen nur mit 4×4 Jeeps befahren werden. Fährt man eine solche Strecke, wird einem ganz schnell klar warum. Dazu später mehr.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Vor jeder Reise – egal ob ein Wochenendtrip oder ein langer Sommerurlaub, egal ob an den Strand oder ins Kalte –  wartet auf mich bereits vor der Abreise eine große Herausforderung: das Kofferpacken. Obwohl ich mir jedes Mal vornehme, frühzeitig damit anzufangen und nicht zu viel einzupacken, endet das Ganze meist in einem hektischen “Das nehm ich noch mit. Ach, und das brauche ich auf jeden Fall. Ok, das auch noch, aber dann ist Schluss.”

Wenn eine Reise bevor steht und ich ans Koffer packen denke, dann freue ich mich darauf. Ich würde am liebsten schon Wochen vorher den Koffer aus dem Keller holen und loslegen. Das ist ja auch verständlich. Immerhin wartet man unter Umständen Monate auf die Abreise, kann es kaum erwarten, all das was man im Vorfeld gehört und gelesen hat, endlich live und in Farbe zu erleben. Allerdings kommt es dazu nie. Ich verfalle regelmäßig am Abend vorher in Panik und habe immer das Gefühl, etwas vergessen zu haben, obwohl der Koffer kurz vorm Platzen ist.

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